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Hessische Gesellschaft für Soziale Psychiatrie

Texte und Berichte


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Jahrestagung 11/2016 in Marburg: "Gesperrt?! - Baustelle Teilhabe.
Wie können wir wirkliche Teilhabe und Barrierefreiheit für psychisch erkrankte Menschen erreichen?"

Über 150 Teilnehmer haben auch dieses Jahr an unserer Fachtagung "Gesperrt?! - Baustelle Teilhabe." teilgenommen.

Weitere Bilder und Texte folgen.

Vorträge als Download:
Aus den Foren:




DGSP-Fachtag 10/2014: "Psychiatrische Versorgung in Hessen"

Über 150 Teilnehmer, vor allem aus Hessen, hatten sich am 16.10.2014 im Bürgerhaus Gießen-Kleinlinden eingefunden, um über die psychiatrischer Versorgung in Hessen zu diskutieren. Wir stellen die Beiträge, Bilder und Informationen in den nächsten Wochen schrittweise zur Verfügung.

Auszüge aus der Presse:
Unterlagen der Arbeitsgruppen:

Aus dem „Gießener Anzeiger“ vom 16.10.2014

FACHTAG 150 Teilnehmer analysieren verschiedene Sozialhilfesysteme / Resolution erörtert

GIESSEN-KLEINLINDEN - (olz). Wie kann psychiatrische Hilfe vor Ort so organisiert werden, dass sie alle Bedürftigen tatsächlich erreicht? Das war eine der zentralen Fragen des Fachtags des Landesverbandes der „Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie“, der im Bürgerhaus Kleinlinden stattfand. Rund 150 Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung, in deren Verlauf auch eine Resolution zum Hessischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz erörtert wurde.

Engpass auf dem Land

Foto Gießener Anzeiger
Foto Gießener Anzeiger
Dr. Klaus Becker, Constantin von Gatterburg,
Petra Lauer, Holger Heupel

"Beim Fachtag überdenken wir vor allem die verschiedenen Systeme, die psychisch Kranken zur Verfügung stehen, und ihre Kompatibilität", sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Constantin von Gatterburg im Gespräch mit dem Anzeiger. In der Essenz gehe es um die Analyse unterschiedlicher Sozialhilfesysteme, ergänzte die Landesvorsitzende Petra Lauer. Von Gatterburg betonte, dass bestimmte Gruppen die unterschiedlichen Hilfsangebote nicht erschöpfend nutzen könnten. Das gelte etwa für Menschen, die auf der Straße leben. Auch entließen Psychiatrien ihre Patienten teils zu früh. "Speziell für Hessen stellen wir diese Situation beim Fachtag auf den Prüfstand", so von Gatterburg, der vor allem in ländlichen Regionen ein großes Problem bei der Versorgung psychisch Kranker ausmachte. Überprüft würden auch die finanziellen Strukturen. "Besonders gefreut hat uns der Besuch der Oberbürgermeisterin", ergänzte Dr. Klaus Becker.

Aufgearbeitet wurden die zentralen Fragestellungen in Vorträgen und Arbeitsgruppen. So blickte etwa Claudia Zinke in ihrem Referat auf das Thema "Eingliederungshilfe der Zukunft. Wunsch und Wirklichkeit". Arbeitsgruppen befassten sich beispielsweise mit den "Perspektiven für ein Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz in Hessen" oder der Frage "Wie kann die Versorgung ländlicher Gebiete verbessert werden?" – und zwar am Beispiel der Gesundheitskonferenz des Lahn-Dill-Kreises.
Im Tagungsverlauf wurde zudem die gemeinschaftliche Resolution, die sich an Landesregierung und Landtag richtet, erörtert.

Individuelle Förderpläne

Darin wird darauf verwiesen, dass sich unter anderem dank der UN-Behindertenrechtskonvention in der Sozialpsychiatrie ein Ansatz etabliert hat, der der bislang mit Zwang und Freiheitsentzug stigmatisierten Situation psychisch Erkrankter eine neue europäische Leitlinie der Unterstützung und Genesung entgegenstellt. Für die Novellierung des Hessischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes wird daher gefordert, "dass alle Kapitel des Gesetzes unter den Vorrang der individuellen Hilfe zu stellen sind".

Dies wird in der Resolution auch für den Bereich gefordert, in dem Grundrechtseingriffe zum Schutze der Betroffenen geregelt sind. Die Schrift sieht vor, dass "für alle Untergebrachten Verfahren aufgenommen werden, in denen individuelle Hilfe- und Förderpläne sowie zeitliche Behandlungsabläufe geregelt werden". Nach Ende des Fachtags schloss sich eine Mitgliederversammlung des Landesverbandes an.





"Recovery in Irland" (05/2014) - Ein sozialpsychiatrischer Vorstandsbericht

Eine Schnapsidee, oder? Die nächste Vorstandssitzung findet einmal nicht irgendwo im Hessenland, sondern im County Kerry in Irland statt. So dachte der hessische DGSP-Vorstand und hat "Irlandkenner" Holger Heupel gebeten, eine Reise dorthin vorzubereiten. Vom 21. - 26. Mai 2014 nahmen er und alle zehn Vorstandsmitglieder an der sozialpsychiatrischen Exkursion in den County Kerry teil, selbstverständlich privat finanziert. Schließlich versprach das Programm, das Holger Heupel gemeinsam mit Kathleen Lyons vom Health Service Executive Büro in Tralee zusammengestellt hatte, spannende Tage in Irland. (weiter ...)





"Notfall Seele – Zwang und Gewalt, Macht und Ohnmacht in der Psychiatrie" (23.05.2013)

Fast 200 Besucher verzeichnete die Fachtagung „Notfall Seele – Zwang und Gewalt, Macht und Ohnmacht in der Psychiatrie“ am 23. Mai 2013 in Frankfurt/Main.
Wichtig ist der Vorbereitungsgruppe dabei der Blick auf die Praxis, auf die Mitarbeiter/inn/en in der Psychiatrie aber auch die Sichtweisen der Psychiatrie-Erfahrenen und der Angehörigen.

Die Tagung war ein Gemeinschaftsprojekt des Landesverbandes der DGSP, des DGSP Bundesverbandes und des Betreuungsgerichtstages.

Weitere Informationen und den Text der „Frankfurter Erklärung“ finden Sie bei www.dgsp-ev.de/tagungsberichte/...





"Zwischen allen Stühlen – Junge psychisch kranke Menschen – Eine Herausforderung für die Hilfesysteme?" (10.05.2012)

Überwältigende 230 Teilnehmer hatten sich zur Tagung "Zwischen allen Stühlen – Junge psychisch kranke Menschen – Eine Herausforderung für die Hilfesysteme?" im BBW-Südhessen in Karben angemeldet. Der große Zuspruch zeigt, wie brisant das Thema ist.
Hier schon einmal vorab die Folien der drei Hauptbeiträge:

Weitere Texte, Bilder und Berichte folgen….





"Nicht gegen meinen Willen - Patientenverfügung und Behandlungsvereinbarung" (05.05.2011)

Über 100 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer hatte die gemeinsame Veranstaltung von DGSP-Landesverband Hessen e.V. und der Landesgruppe Hessen des Bundesverbandes der Berufsbetreuer e.V. am 05. Mai 2011 in Frankfurt am Main.

Thema: "Nicht gegen meinen Willen - Patientenverfügung und Behandlungsvereinbarung bei psychischer Erkrankung: Selbstbestimmungsrecht, Einwilligungsfähigkeit, Behandlungsverweigerung und die Folgen."

In der Folge einige Bilder, Eindrücke und Beiträge:

Begrüßung: Constantin v. Gatterburg (DGSP) und Klaus Buxbaum (BdB) Eröffnung und Begrüßung
Eröffnung und Begrüßung Eröffnung und Begrüßung

Die Begrüßung übernahmen Constantin v. Gatterburg (DGSP) und Klaus Buxbaum (BdB)

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Prof. Dr. Asmus Finzen (Basel)
Patientenverfügung bei psychischer Erkrankung - Eine Herausforderung für die Behandlung.
Download: Patientenverfügungen und psychische_Krankheit (PDF-Datei, 74 kB)
und mehr unter www.finzen.ch

Prof. Dr. Asmus Finzen



Nicht nur als Referent, sondern auch als Diskussionsteilnehmer
macht Dr. Asmus Finzen sich für Patientenrechte stark

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Annette Loer (Richterin am AG Hannover)
Einwilligung und Patientenverfügung bei psychischer Erkrankung aus rechtlicher Sicht
Download: Patientenverfügungsgesetz (PatVerfG) bei psychischer Erkrankung (PowerPoint-Datei, 221 kB)

Annette Loer und Hilde Schädle-Deininger



Zahlreiche Nachfragen ...
Annette Loer
und
Moderatorin Hilde Schädle-Deininger

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Marite Pleininger-Hoffmann (Dipl.-Sozialpädagogin, Bielefeld)
Behandlungsvereinbarungen in der Akutpsychiatrie-Gewinn für Psychiatrie-Erfahrene und Mitarbeiter
Download: Behandlungsvereinbarungen (PowerPoint-Datei, 35 kB)

Marite Pleininger-Hoffmann



Eindrückliche Fallschilderungen und nachahmenswerte Praxis.
Marite Pleininger-Hoffmann

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Klaus Buxbaum (Berufsbetreuer, Lich)
Patientenwille und rechtliche Betreuung in der Praxis

Klaus Buxbaum



Eine Fülle von Praxisbeispielen aus dem Alltag eines Berufsbetreuers.
Klaus Buxbaum

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Ganz subjektiv - Tagungsbewertungen/Statements
Was habe ich Neues erfahren?

Burkard Held, Gisela Petersen, Andreas Wagner
Burkard Held, Fachkrankenpfleger für Psychiatrie und Fachbereichsleiter,
Gisela Petersen, Angehörigengruppe psychisch Kranker, Darmstadt,
Andreas Wagner, Bürokaufmann, Rentner, Babenhausen
plädieren für starke Netzwerke, Respekt vor dem Patientenwillen
und Transparenz in der Behandlung

Klaus Buxbaum, Constantin v. Gatterburg und Bettina Scholtz
Schlussworte von Klaus Buxbaum, Constantin v. Gatterburg
und Moderatorin Bettina Scholtz





"Aus Erfahrung anders - Neue Wege in Rehabilitation und Gesundheitsförderung" (23.10.2008)

Die Tagung am 23. Oktober 2008 in den Räumen von "Hoffmanns Höfen" war restlos ausgebucht.
Vor und während der Tagung nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich die Ausstellung "Erfahrungsschatz - Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung als Lebenslehrer und Genesungshelfer. Porträts in Wort und Bild" anzusehen.
Näheres unter: www.irremenschlich.de

Prof. Dr. Hartmut Berger, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Soziale Psychiatrie - Philippshospital Riedstadt berichtete über vielversprechende Untersuchungen, die den Stellenwert von Prävention und Gesundheitsförderung auch wissenschaftlich belegen.
Powerpoint-Präsentation: Gesundheitsförderung und Prävention; (4,7 MB)

Prof. Dr. Thomas Bock aus Hamburg musste kurzfristig absagen, so dass für Herrn J. Wittek vom Landesverband Hessen der Psychiatrie-Erfahrenen Gelegenheit bestand, die Teilnehmer mit Hintergrundinformationen über die Ausbildung im Rahmen des "Experienced-Involvement" zu versorgen. Er befand sich gerade auf dem Weg nach Bremen, um am ersten Teil der Ausbildung teilzunehmen. Ziel ist es, dass Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung ihre Kenntnisse und Erfahrungen in verschiedenen Zusammenhängen als Lebenslehrer und Genesungshelfer einbringen und so zu einem (Pflicht-)Bestandteil von Präventions- und Gesundheitsförderungs-Arbeit werden. Die Ausbildung Ex-In soll Moderationsfähigkeit und eigene Stärken fördern und dazu befähigen, eigenständig zu entscheiden, wie und wo dies professionell zum Einsatz kommen kann.
Näheres unter: www.ex-in.info

Timo Kläser, Dipl.-Sozialarbeiter und Helga Epbinder, Rentnerin aus Heppenheim stellten ihre Zusammenarbeit im Schulprojekt "Verrückt?! Na und!" im Kreis Bergstraße anschaulich und spannend vor.
Powerpoint-Präsentation: Vorstellung Schulprojekt (2,1 MB)

Panja Göttling, Fachwirtin für Sozialdienste und Mitarbeiterin des Sozialpsychiatrischen Zentrums in Biebesheim stellte die Unterstützung der Kinder psychisch kranker Eltern im Zentrum vor.
Nähere Informationen bei der Autorin: www.spv-gg.de SPV Groß-Gerau, Zentrum Biebesheim

Zum Abschluss gab uns Fritz Bremer, Geschäftsführer der "Brücke Neumünster e.V." und des "Paranus-Verlag" noch Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg.
Nachzulesen unter: InklusionDeviant.pdf (PDf-Datei 45 kB)

Und hier noch einige "bildhafte Eindrücke von der Tagung"

Prof.Dr. Hartmut Berger und Auditorium
Prof.Dr. Hartmut Berger und Auditorium

Auditorium
Auditorium
H.-J. Wittek
H.-J. Wittek
Timo Kläser
Timo Kläser
Panja Göttling
Panja Göttling
Helga Epbinder
Helga Epbinder

Auditorium mit Hilde Schädle-Deininger und Fritz Bremer
Auditorium mit Hilde Schädle-Deininger und Fritz Bremer




"... und unseren dementen Nachbarn auch ..." (20.02.2008)

120 interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutierten in Frankfurt über Perspektiven und Hilfen für Demenzkranke in Gesellschaft und Medizin.

Am Mittwoch dem 20. Februar 2008 hatte der Landesverband Hessen der DGSP gemeinsam mit dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (VDÄÄ) zum Diskussionsabend mit einem Vortrag von Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner aus Hamburg.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der beiden Organisationen durch Dr. Dorothee Löber-Götze für den VDÄÄ und Holger Heupel für die DGSP-Hessen, stellte Klaus Dörner zunächst in seinem Vortrag die menschheitsgeschichtlich völlig neuartigen Herausforderungen und Aufgaben vor, die die neue menschliche Seinsweise der Demenz an die Strukturen und Organisationsformen der medizinischen und sozialen Hilfesysteme stellt.

Während die "Proceedings" der klinischen Wissenschaften immer neuere Vorboten der Demenz ausmachen (z. B. Schädigungen in Ruhenetzwerken des Gehirns bei Alzheimer-Demenz), und sich die medikamentöse Behandlung mit Antidementiva weiter verbessert hat, verweigern sich Gesellschaft und Staat bisher immer noch einer umfassenden Diskussion des größer werdenden Hilfebedarfs bei Dementen und Alterspflege-bedürftigen.
Im 2. Teil und der anschließenden sehr munteren Diskussion zeigte Klaus Dörner Wege zu einem neuen Hilfesystem auf und erinnerte daran, dass das Helfen zu Beginn der Moderne auch Sache des Bürgers, insbesondere der Haushalte und Nachbarschaften gewesen ist. Hier liegen die Potentiale des gesellschaftlichen Bedarfes an Hilfe, die mit Kreativität und Phantasie genutzt werden müssen.

Klaus Dörner im Gespräch mit einer Zuhörerin
Klaus Dörner im Gespräch mit einer Zuhörerin,
daneben Dr. Dorothee Löber-Götze und Holger Heupel




Fachtag "Irre Herausforderungen - Wie wirken postmoderne Herausforderungen in der Gemeindepsychiatrie?" (27.09.2007)

Das spannende Tagungsthema hat trotz scheußlichem Wetter mit Dauerregen über 100 Interessierte nicht davon abgehalten, nach Fulda in die Hochschule zu kommen.
Darunter erfreulicherweise eine große Zahl von angehenden KollegInnen aus Pflege und Sozialpädagogik.
Eingangsfragen:



Dr. Günther Wienberg`s Thesen:

Der vollständige Text ist ab Januar 2008 in "Sozialpsychiatrische Informationen" veröffentlicht.

Prof. Petra Gromann über die Bedürfnisse der Nutzer und Netzflicker: "Webfehler oder Netz mit Löchern?" Ergebnisse einer qualifizierten Befragung.
Das Besondere dabei: Psychiatrie-Erfahrene waren schon im Vorfeld intensiv bei der Zusammenstellung der Fragen einbezogen.
Download Vortragsfolien: Powerpoint-Präsentation (90 kB) oder PDF-Datei (111 kB)

Dipl.-Psych. Christel Achberger konnte über die Auswirkungen der neuen Sozialgesetzgebung auf Nutzer/nnen durch eine Umfrage berichten.
Ergebnis: Es gibt armutsverstärkende Faktoren (Heimaufenthalt, dauerhafter Ausschluss von Arbeit und Beschäftigung u.a.) und Faktoren, die geringer Wirken, wie Zuzahlungen.
Download Vortragsfolien: PDF-Datei (27 kB)

Prof. Heike Dech stellte erfolgreiche vernetzte Strukturen von ambulanten Hilfen am Beispiel Großbritannien vor. Behandlung, Betreuung und häusliche Unterstützung werden selbstverständlich als Teil der Ressourcenerhaltung betrachtet. Das Angebot deckt sich mit den in den Befragungen vorgetragenen Wünschen und Bedürfnissen.
Download Vortragsfolien: PDF-Datei (1,4 MB)


Das Fachgespräch:

Ruth Fricke fordert mehr Wahrnehmung der Bedürfnisse der Betroffenen durch direktes Einbeziehen im Alltag. Selbstbestimmung bedeutet auch, dass die Hilfekonzepte immer an die konkreten Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer angepasst sein muss. Und sie weist nochmals auf die Verwendung einer Sprache hin, die Menschen mit Psychoseerfahrung nicht ausgrenzt. Sie fordert unabhängige Beschwerdestellen.

Ursula Thiels hat nachgefragt bei den Tagesstättenbesuchern und den Mitarbeiterinnen. Ergebnis: Persönliche Präsenz ist ganz wichtig. Hören was wirklich gebraucht wird. Hilfe muss flexibel und angepasst sein. Mitarbeiterinnen haben ihre Grenzen. Balance zwischen Präsenz und Eigenständigkeit muss ständig neu ausgependelt werden. Neue gesetzliche Regelungen fordern mehr Bürokratie, die nicht immer nachvollziehbar ist.

Margrit Hauter kann aus dem stationären psychiatrischen Bereich berichten, dass die Zahl der Menschen, die völlig ohne soziale und finanzielle Sicherung dort stranden, zunimmt. Viele brauchen Unterstützung bei der Bewältigung bürokratischer Angelegenheiten, mehr als früher. Diese Welt sei unübersichtlicher geworden.

Ulrike Villinger stellt fest, dass die Menschen in Heimen ganz am Ende der Skala stehen. Die eigenständige Verfügung über Barmittel sei durch weitere Kürzungen praktisch gleich null. Der derzeitige Status der Heimbewohner verletze die Menschenwürde.

Gisela Petersen sieht aus der Sicht der Angehörigen ebenfalls verstärkte Bürokratie, die den professionellen Helfern Zeit kostet, die dann wieder bei der konkreten Alltagsarbeit mit den Klienten fehle. Gesetzliche Rahmenbedingungen und Zuzahlungen schränken die finanziellen Möglichkeiten ein. Sie unterstützt die Forderung nach unabhängigen Beschwerdestellen.

Im Ergebnis kann festgehalten werden: werden als Themen weiter verfolgt und vertieft werden.

Bericht
C. v. Gatterburg


Die folgenden Bilder vermitteln Eindrücke von der Veranstaltung:

Dr. Günther Wienberg
Dr. Günther Wienberg
"Gemeindepsychiatrie heute"
angeregte Diskussion
... angeregte Diskussion
mit Prof. Petra Gromann, Constantin v. Gatterburg und Dr. Günther Wienberg

Prof. Petra Gromann
Prof. Petra Gromann
"Vom Flicken der Netze"

... was Nutzer wirklich wollen
...was Nutzer wirklich wollen
Dipl.-Psych. Christel Achberger ...
Dipl.-Psych. Christel Achberger ...

... stellt eine Nutzerbefragung vor
... stellt eine Nutzerbefragung vor

Prof. Heike Dech
Prof. Heike Dech über
"Home-Treatment-Konzepte"

Fachgespräch
Fachgespräch mit (v. l.) Gisela Petersen, Ulrike Villinger,
Ruth Fricke, Margrit Hauter und Ursula Thiels.
Moderiert von Holger Heupel

interessierte Zuhörer




Besuch bei MIND in London (Juni 2007)

Mitglieder des HeGSP-Vorstandes informierten sich in London über die Arbeit von MIND (National Association for Mental Health). Dem führenden Netzwerk für seelische Gesundheit sind in England und Wales über 200 lokale unabhängige Gruppen (LMA´s) angeschlossen, die ihrerseits die verschiedensten Dienste und Projekte für Menschen in seelischer Not tragen.
MIND unterhält einen Informationsdienst, führt eine professionelle Rechtsberatung mit einem umfassenden Beschwerdemanagement durch und arbeitet mit Kampagnen und Demonstrationen im politischen Raum für die Rechte von psychisch kranken Menschen.
MIND versteht seine Arbeit als Selbsthilfe, leistet sich aber eine professionell geführte Organisation. Unter dem Motto "Bringing people together" findet die Arbeit unter den Prinzipien Information, Vielfalt, Partnerschaft, Ganzheit und Entschlossenheit statt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Diskriminierung von Kranken.
MIND finanziert sich durch die unterschiedlichsten Spendenformen, Aktionen und "normale Geschäfte", insbesondere Second-Hand-Läden.
Harald Link und Holger Heupel begrüßen Mitarbeiter des MIND Ladens in Twickenham

Harald Link und Holger Heupel begrüßen Mitarbeiter
des MIND Ladens in Twickenham
Eine umfassende Information erhielten die HeGSP-Mitglieder über die Dienste und Projekte der Richmond Borough Association for Mental Health in Richmond upon Thames.

Dort besichtigten sie das Sozial-Zentrum, einen Patientenclub, einen Beratungsdienst, mehrere Arbeits- und Kunstprojekte, sowie einen Pflegedienst.
Sie konnten mit Nutzern und Mitarbeitern ein gemeinsames "Lunch" einnehmen, das in vielen Diensten eine zentrale Begegnungsmöglichkeit darstellt.
Demonstration für Menschenrecht auf seelische Gesundheit

Demonstration für Menschenrecht auf seelische Gesundheit
(30.06.07 am Trafalgar Square in London)




Tagung "Hauptsache Arbeit ... - Was brauchen psychisch kranke Menschen" (Mai 2006)

Traditionell nimmt sich der Landesverband Hessen alljährlich brisamter Themen an, um ein Forum für Diskussion und Nachdenken, für neue Ideen und Impulse zu schaffen.

Am 10. Mai 2006 wurde die gut besuchte Tagung "Hauptsache Arbeit ... - Was brauchen psychisch kranke Menschen" durchgeführt.
Arbeitsangebote, Tagesstruktur, Werkstätten für behinderte Menschen, Beschäftigungsangebote, Firmen für Menschen mit psychischen Behinderungen usw. wurde aus verschiedenen Blickwinkeln trialogisch und kritisch unter die Lupe genommen:
Einer lebhaften, angeregten Diskussion folgt der Nachmittag mit Beispielen gelungener Projekte: zeigen, dass auch langjährige Projekte sich etablieren können und Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen anbieten können.

Eindrücke von der Tagung in Bildern:
Holger Heupel, Vorsitzender
Holger Heupel, Vorsitzender
Dr. Klaus Becker, Vorstandsmitglied
Dr. Klaus Becker, Vorstandsmitglied
Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner
Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner
Gut besuchtes Auditorium
Gut besuchtes trialogisches Auditorium
Diskussion
Diskussion
Gespräche in der Pause
Gespräche in der Pause
Klaus Laupichler berichtet
Klaus Laupichler berichtet
von seinen Erfahrungen in der WfB
und in der Nachbarschaft
Frau Petersen nimmt Stellung
Frau Petersen nimmt
aus der Sicht der Angehörigen
Stellung

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